Glossar
Glossar
Wer über Datenaufbewahrung spricht, stößt schnell auf Fachwörter. Wir haben die wichtigsten gesammelt und jedes so erklärt, dass man die Definition ohne Vorbereitung an Verwandte weitergeben kann.
Synchronisierung macht auch Ihre Fehler nach: Eine gelöschte Datei verschwindet überall, in der Sicherung bleibt sie erhalten.
So ist die Rubrik aufgebaut: Die Definitionen sind bewusst vereinfacht und erheben keinen Anspruch auf normgerechte Strenge. Die Begriffe sind thematisch in drei Gruppen geordnet.
Archive und Kopien
- Sicherungskopie
- Ein eigenständiges Exemplar der Daten für den Fall, dass das Original verloren geht oder beschädigt wird. Wird unabhängig vom Original aufbewahrt.
- 3-2-1-Regel
- Grundsatz zuverlässiger Aufbewahrung: drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Arten von Datenträgern, eine davon an einem anderen Ort.
- Synchronisierung
- Automatisches Abgleichen gleicher Inhalte auf mehreren Geräten. Ersetzt keine Sicherung, weil auch Löschungen übertragen werden.
- Versionsverlauf
- Eine Reihe früherer Stände einer Datei, zu denen man zurückkehren kann. Findet sich in Editoren und Cloud-Ordnern.
- Probewiederherstellung
- Eine Prüfung, bei der Dateien aus der Sicherung geholt und geöffnet werden, um sicherzugehen, dass sie brauchbar ist.
Formate und Datenträger
- Offenes Format
- Ein Dateiformat mit öffentlich zugänglicher Beschreibung, das verschiedene Programme unterstützen können. Hängt weniger vom Schicksal eines einzelnen Herstellers ab.
- PDF/A
- Eine Variante des PDF-Formats für die Langzeitarchivierung von Dokumenten, festgelegt in der Norm ISO 19005.
- CSV
- Ein einfaches Textformat für Tabellen, in dem Werte durch Kommas oder ein anderes Zeichen getrennt sind. Lässt sich mit fast jedem Tabellenprogramm öffnen.
- Metadaten
- Angaben über eine Datei: Erstellungsdatum, Urheber, Aufnahmeort. Helfen beim Sortieren des Archivs, können aber auch zu viel verraten.
- Datenträger
- Ein Gerät, auf dem Daten physisch gespeichert sind: Festplatte, USB-Stick, Speicherkarte, optischer Datenträger.
Adressen und Links
- Webarchiv
- Ein Speicher für Schnappschüsse von Webseiten aus verschiedenen Zeiten. Das bekannteste ist die Wayback Machine der Organisation Internet Archive.
- Toter Link
- Ein Link, der auf eine nicht existierende Seite führt: Die Website wurde geschlossen, ist umgezogen oder hat ihre Adressstruktur geändert.
- Subdomain
- Eine Adresse innerhalb der Hauptdomain, etwa ein Name vor dem Punkt und dem Namen der Website. Bei kostenlosen Hostern lagen Nutzer-Websites oft so.
- Weiterleitung
- Eine Einstellung, bei der eine alte Adresse Besucher automatisch zur neuen schickt. Sie hilft Links, länger zu funktionieren.
- Schnappschuss einer Seite
- Der gespeicherte Zustand einer Seite zu einem bestimmten Datum, ob in einem Webarchiv oder in Ihrer eigenen Kopie.
Weiterlesen
- Anleitungen
Praktische Anleitungen: eine wichtige Webseite sichern, ein persönliches Archiv anlegen, Fotos von alten Datenträgern übertragen. Dazu der Beitragskatalog.
- Werkzeuge
Eingebaute Funktionen, die es fast überall gibt: Drucken als PDF, Versionsverlauf von Dokumenten, Datenexport aus Konten, Datenträgerprüfung.
- Vergleiche
Cloud oder externe Festplatte, PDF oder Originalformat, USB-Stick oder Festplatte für die Langzeitaufbewahrung – Stärken und Schwächen jedes Ansatzes.
- Fragen
Antworten zum Ratgeber, zum Sichern von Websites und Seiten, zu Kopien und persönlichen Archiven.
- Tote Links (auf Russisch)
Alte Adresse eines Artikels von einer fremden Website: warum Links nicht mehr funktionieren und wie man eine gesicherte Kopie der Seite findet.
Quellen
- Internet Archive – Informationen zur Wayback Machine
- ISO 19005 (PDF/A)
- Allgemeine Empfehlungen zur Datensicherung
Angaben zu Supportzeiträumen von Betriebssystemen, Formatstandards und Webarchiven wurden zum Zeitpunkt der Erstellung mit den veröffentlichten Informationen der jeweiligen Organisationen abgeglichen. Die Menüpunkte in Ihren Programmen und auf Ihren Geräten können anders heißen als hier allgemein beschrieben.